Huawei Matebook X Pro im Test

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Vorteil Gute Verarbeitung
Vorteil Schönes Design
Vorteil Raffinierte Features
Vorteil Sehr gute Performance
Nachteil Lüftergeräusche
Nachteil Wärmeentwicklung bei Volllast

Ein Spitzen-Notebook, das sein Geld wert ist

Es ist erst zwei Jahre her, dass Huawei mit dem Matebook erstmalig ein Detachable, d.h. ein Tablet mit abnehmbarer Tastatur, auf den Markt brachte. Dieses ähnelte aber bereits mehr einem Notebook denn einem Tablet. Ein Jahr später folgte mit dem Matebook X das erste „richtige“ Notebook des chinesischen Herstellers. Auf dem Mobile World Congress 2019 wurde der jüngste Spross der Gerätefamilie vorgestellt, das Matebook X Pro. Inzwischen ist das Gerät auf dem Markt. So wir können uns ein Bild davon machen, ob die vielen Vorschusslorbeeren berechtigt sind.

 

So viel vorweg: Das sind sie – obgleich des stolzen Preises. Bereits die Einsteigervariante mit Core-i5-CPU und 256-GB-SSD schlägt mit 1500,- € zu Buche. In der von uns getesteten Konfiguration mit i7-CPU und 512 GB Datenspeicher sind es gar 1700,- € Euro. Aber – wie gesagt – das Geld ist das Notebook wirklich wert. Zum einen bekommt man Vergleichbares bei anderen Herstellern auch nicht geschenkt, zum anderen hat Huawei einen großartigen Job gemacht.

Gute Verarbeitung, „Mac-isches“ Design

Das zeigt sich bereits beim Gerätedesign, welches sich vor dem optischen Vorbild aus Cupertino wahrlich nicht verstecken muss. Aber das Ultrabook sieht nicht nur schick aus, es ist auch ausgesprochen gut verarbeitet. Das gilt explizit auch für den nahezu rahmenlosen Bildschirm. Das 13,9 Zoll große Touchdisplay im 3:2-Format ist ohnehin ein Highlight des Matebook X Pro: Der mit 2000 x 3000 Pixeln äußerst hoch auflösende Bildschirm leuchtet mit mehr als 500 cd/m² extrem hell, Inhalte werden besonders kontrastreich und in kräftigen Farben dargestellt. Dank eines Helligkeitssensors passt sich das Gerät zudem automatisch an die Umgebungslichtverhältnisse an.

Innovative Features

Wer die Webcam sucht – denn für diese ist in dem hauchdünnen Displayrahmen schlicht kein Platz – findet sie an einer äußerst ungewöhnlichen Stelle: Huawei hat sie geschickt zwischen der F6- und F7-Taste versteckt. Dort lässt sie sich bei Bedarf per Knopfdruck ausfahren. Aus dieser Position ergibt sich zwar eine für Videotelefonate ungewohnte Perspektive, der Mechanismus erspart vorsichtigen Usern allerdings auch den obligatorischen Aufkleber auf der Kameralinse.

Die Integration des Fingerabdrucksensors in den Einschaltknopf ist bereits vom Vorgänger bekannt, aber nach wie vor raffiniert. Die Zahl der Schnittstellen mag auf den ersten Blick gering erscheinen: Drei USB-Ports plus Audiobuchse – mehr nicht. Darunter befindet sich aber auch ein klassischer USB-A- sowie ein Thunderbolt-3-Stecker, welcher rasend schnell Daten übertragen kann. DerThunderbolt-Port dient außerdem als Anschluss für externe Monitore und die Dockingstation „Mate Dock 2“. Diese ist sogar im Lieferumfang des Matebook X Pro mit enthalten.

Geballte Rechenpower

Auch im Inneren des Notebooks hat Huawei weiter aufgerüstet: Mit der Nvidia GeForce MX150 wurde erstmals eine dedizierte Grafikkarte verbaut. diese und der vergrößerte Akku erklären die im Vergleich zum Vorgänger um zwei Millimeter angewachsene Bauhöhe. Das Zusammenspiel aus dem hochwertigen Intel-Prozessor und der Nvidia-Grafikkarte sorgt für eine Performance, die man in dieser Geräteklasse selten erlebt hat.

Einen kleinen Schwachpunkt gibt es wie so oft dennoch: Im Gegensatz zum nahezu lautlosen Vorgänger benötigt das Matebook X Pro zur Kühlung einen Lüfter. Zwischen Basiseinheit und Bildschirm versteckt, ist er zwar nicht zu sehen, dafür aber im Lastbetrieb nicht zu überhören. Wenn die Recheneinheit Schwerstarbeit leistet, wird am Scharnier auch eine deutliche Wärmeentwicklung spürbar.

Fazit

Man könnte nun meinen, dass die geballte Rechenpower auf Kosten der Akkulaufzeit ginge: Doch weit gefehlt – auch erzielt das Matebook X Pro beachtliche Werte. Zehneinhalb Stunden Akkulaufzeit im Zuge normaler Office-Tätigkeit ergeben zwar keinen absoluten Spitzenwert, sind aber dennoch beachtlich und in der Praxis völlig ausreichend. Ebenso kann die schnelle SSD auf der Habenseite verbucht werden. Als weitere Pluspunkte sind das große, präzise Touchpad, eine für ein Ultrabook außergewöhnliche gute Akustik sowie ein ungewohnt langes Stromkabel zu nennen. Einen Spitzenplatz im Ranking der besten Notebooks / Ultrabooks im Jahr 2019 hat sich das Matebook X Pro auf alle Fälle verdient.

 

 

Bewertung:
[Gesamt:3    Durchschnitt: 5/5]
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