Sony Xperia XZ3 – Sonys erstes Smartphone mit OLED-Display

Smartphone mit detailreichem OLED-Display
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Vorteil Edles Design
Vorteil Kontrastreiches Display
Vorteil Sehr gute Kamera
Vorteil Umfangreiche Ausstattung
Nachteil Lange Akkuladezeit
Nachteil Rutschige Haptik

Sonys neues Flaggschiff im Test

Beim Sony Xperia XZ3 lohnt es sich, einen genauen Blick auf das Display zu werfen: Das neue Vorzeigemodell ist das erste Smartphone von Sony mit OLED-Bildschirm. In unserem Test sehen wir uns an, was das Xperia XZ3 noch alles unter der Haube hat.

Schlankes Design, „rutschige“ Haptik

Das Xperia XZ3 sieht seinem Vorgängermodell äußerst ähnlich. Sony setzt auf das gleiche „Ambient-Flow-Design“. Tatsächlich wurde das XZ3 aber etwas mehr als einen Millimeter verkleinert und zugunsten eines größeren Displays in die Länge gezogen. Dadurch wirkt das Gerät etwas schlanker. Die aus Gorilla Glass 5 hergestellte, nun deutlich spiegelnde Rückseite ist kissenförmig. Diese Rundungen lassen das Smartphone sehr angenehm in der Hand liegen – leider nicht sonderlich sicher: Weil Sony den Rahmen mit einer recht rutschigen Lackschicht überzogen hat und das Xperia XZ3 mit 195 Gramm nicht gerade leichtgewichtig ist, rutscht es sleider recht leicht aus der Hand.

Kontrastreiches Bild dank OLED

Das Xperia XZ3 verfügt über ein 6 Zoll großes Display im 18:9-Seitenverhältnis. Zum aller ersten Mal spendiert Sony einem seiner Smartphones einen OLED-Bildschirm, welches ähnlich wie die Samsungs Galaxy-Smartphones an den Längsseiten leicht abgeknickt ist. Die Auflösung des Displays beträgt 2.880 x 1.440 Pixel. Somit handelt es sich beim Xperia XZ3 um das erste Sony-Smartphone außerhalb der Premium-Serie, das eine höhere Auflösung als Full-HD hat. Das Bild ist im Blickwinkel angenehm stabil. Die bei OLED-Panels typischen Verfärbungen, wenn man das Gerät neigt, halten sich in Grenzen. Zwar ist das Display nicht ganz so hell wie der Bildschirm des Xperia XZ2 oder des Samsung Galaxy S9. Die 540 cd/m² können sich aber dennoch sehen lassen. Dank OLED sind die Kontraste, wie zu erwarten, ausgezeichnet. Im Standardmodus ist die Farbwiedergabe nicht vollends ausgewogen. Allem voran Rottöne stechen durch ihre äußerst starke Sättigung hervor.

Beim Akku könnte es etwas mehr sein

Die Akkulaufzeit liegt mit acht Stunden noch im Normalbereich. Viele Oberklasse-Handys halten allerdings länger durch – so auch der Vorgänger XZ2 mit 8:54 Stunden.
Leider sah Sony von einem schnellladefähigen Netzteil ab und spendierte stattdessen ein Netzteil mit einer Leistung von 7,5 W. Die Ladezeit beträgt somit ca. 3 Stunden. Um dies zu beschleunigen, sollte man zu einem Netzteil mit USB-Power-Delivery oder Quick Charge 4.0 greifen. Wir das Laden mit einem 27 W-Quick Charge 4.0-Netzteil getestet. Die Ladezeit verringerte sich hiermit um rund 25 Minuten. Insbesondere die Aufladung der ersten 40 Prozent erfolgte deutlich schneller.

Super Kamera

An der Kamera hat sich nichts geändert. Hier setzt man auf, die gleiche 19-Megapixel-Cam, welche auch im Xperia XZ2 verbaut wurde. Sie hat in unserem Test auch bei Dämmerlicht, und das trotz der hohen Auflösung und Verzicht auf einen optischen Bildstabilisator, eine gute Leistung erzielt. Die Fotos sind detailreich und stellen Farben äußerst naturgetreu dar. Hier und da ist zwar etwas Bildrauschen erkennbar, fällt aber nicht störend auf. Vor allem in unserem Test im Dämmerlicht gelingt dem XZ3 eine bessere Detaildarstellung als dem Samsung Galaxy S9. Strukturen wie zum Beispiel Haare sind deutlich erkennbar. Auch die Körnung ist beim Xperia XZ3 weniger stark ausgeprägt. Ein wenig heller könnten die Fotos allerdings sein. Das Sony-Flaggschiff lässt zudem einen optischen Bildstabilisator vermissen. Wer Verwackler auf ein Minimum senken möchte, kann auf die elektronische Bildstabilisierung bei Full-HD-Aufnahmen zurückgreifen. Der Autofokus reagiert stehts schnell und zuverlässig, und wer möchte, kann Videos in Superzeitlupe mit 960 Bildern pro Sekunde in Full-HD-Auflösung erstellen. Allerdings ist der Aufnahmezeitraum von rund 0,1 Sekunden knapp bemessen und es steht kein Automatikmodus zur Verfügung, welcher Bewegungen selbstständig erkennt.

Solider Sound

Den Sound gibt das Xperia XZ3 über Stereo-Lautsprecher auf der Frontseite wieder. Der Ton ist laut und klar. Beim Musikhören, Video gucken oder Spielen ist das Gerät in der Lage, auf Wunsch haptisches Feedback geben, indem es in vier unterschiedlichen Stufen vibriert. Kopfhörer mit einem klassischen 3,5 mm-Klinkenanschluss liegen dem Gerät bei. Allerdings hat das XZ3 nur einen USB-C-Anschluss. Sony bügelt dieses kleine Manko aus, indem es noch einen Adapter von Klinke auf USB-C in den Lieferumfang mit aufnimmt.

Gute Ausstattung

Die restlichen Austattungsmerkmale und Funktionalitäten bewegen sich auf hohem Niveau. Das Xperia XZ3 verfügt über Bluetooth 5.0 und eine NFC-Schnittstelle. Zudem unterstützt das Smartphone LTE-Geschwindigkeiten bis zu 1.200 MBit/s und das aktuelle WLAN-ac-Protokoll. Der interne Speicher von 64 GByte (davon etwa 48 GByte nutzbar) kann, wie gewohnt, mittels einer microSD-Karte erweitert werden. Alternativ können auch zwei SIM-Karten im Dual-Sim-Modus nebeneinander betrieben werden. Zudem wird das XZ3 mit dem neuesten Android 9 ausgeliefert. Was will man mehr?

Fazit

Zu einem vergleichsweise günstigeren Preis von rund 500 Euro ist das Xperia XZ3 eine tolles Smartphone und setzt sich Dank OLED-Display, guter Kamera und soliden Werten deutlich von seinem Vorgänger ab.

 

 

Bewertung:
[Gesamt:3    Durchschnitt: 3/5]
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