Surface Go – Microsoft setzt mit seinem Tablet neue Standards

Noteboo, Convertible oder Tablet ?
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Vorteil Tablet Ansprechendes Design
Vorteil Tablet Äußerst leicht und handlich
Vorteil Tablet Sehr gutes Display
Nachteil Mittelmäßige Performance
Nachteil Dicker Displayrand

Notebook, Convertable oder Tablet?

Handelt es sich um ein Mini-Notebook, Mini-Convertible oder doch eher um ein Tablet mit Tastatur? Microsofts Surface Go wirft einige Fragen auf. Bewältigt es am Ende vielleicht sogar sämtliche Anwendungsszenarien gleich gut? In unserem Test arbeiten, spielen, schreiben und surfen wir mit dem Surface Go, bis der Akku komplett leer ist und stellen fest: nicht schlecht, das kleine Wunderkind.

 

Handliche Produktivitätsmaschinen wie das Microsoft Surface Go sind für Menschen, die viel unterwegs sind, einfach klasse. Im Bus, der Bahn oder im Flugzeug sorgen sie für Unterhaltung und viele nutzten Geräte dieser Art auch im beruflichen Umfeld. Vollständige Romane sollen schon auf Tablets wie dem iPad Pro verfasst worden sein. Kompromissbereit muss man dennoch sein.

Preis und Ausstattung – Einstiegsversion für 450 Euro

Microsoft bietet zwei verschiedene Varianten des Surface Go an, welche sich einzig und allein im verbauten Speicher voneinander unterscheiden. Die Basis-Version kostet zum Testzeitpunkt im Microsoft Store 450,- Euro und verfügt über einen 64 Gigabyte großen eMMC-Speicher sowie vier Gigabyte Arbeitsspeicher.

 

Wer 100,- Euro mehr drauflegt, erhält die von uns getestete Premium-Version des Surface Go mit 128 Gigabyte SSD-Speichervolumen und 8 Gigabyte RAM. Wenn eure Wunschkonfiguration über ein eingebautes LTE-Mobilfunkmodul verfügen soll, müsst ihr mit 729,- Euro rechnen und erhaltet dann ebenfalls 128 Gigabyte Speicher beziehungsweise 8 Gigabyte RAM.

 

Beim Kauf des Surface Go sollte man definitiv auf Bundles achten. Oftmals schnürt Microsoft ein Paket aus Surface Go und Type Cover („Essentials-Bundle“). Ab und an liegt dann auch der Surface Pen bei.

 

Allen Versionen gemeinsam ist der Intel Pentium 4415Y-Prozessor und ein 10-Zoll großes Display im 3:2-Format mit einer Bildschirmauflösung von 1.800 x 1.200 Pixeln. Die Akkulaufzeit beläuft sich auf rund neun Stunden bei alleiniger Video-Wiedergabe. Anschlussseitig stehen ein USB-Type-C-Port, ein Kopfhörereingang, ein microSD-Kartenslot auf der Rückseite und ein proprietärer, magnetischer Stromanschluss zur Verfügung. Ihr könnt das Tablet aber natürlich auch über den USB-C-Port aufladen.

Windows Hello-Kamera wird serienmäßig verbaut

Das Surface Go verfügt in allen Ausstattungsvarianten über eine eingebaute Windows Hello-Kamera zur biometrischen Anmeldung (per Gesichtserkennung) ohne Passworteingabe. Allerdings kosten sowohl der praktische Eingabestift Surface Pen (109 Euro) als auch das (Signature) Type Cover (99 bis 130 Euro) extra. Deshalb sollte man, wie bereits erwähnt, beim Kauf auf vergünstigte Bundles achten.

Ansprechendes und gleichzeitig praktisches Design

Wenn man ein Microsoft Surface-Tablet in den Händen hält, fällt einem sofort die stufenlos ausklappbare Stütze auf der Rückseite auf. Die Friktion ist optimal gewählt und ihr könnt das Surface Go perfekt ausrichten.

 

Zusammen mit dem Type-Cover bringt das Gerät 766 Gramm auf die Waage, ohne sind es 522 Gramm. Die Verarbeitungsqualität des Surface Go ist außerordentlich gut, wir konnten keinerlei Unstimmigkeiten ausmachen. Kritiker merken zwar zu recht an, dass das Tablet mit seinen dicken Displayrändern ein wenig wie aus der Zeit gefallen wirkt. Allerdings ermöglichen eben diese dicken Ränder, dass man das Tablet sehr bequem in der Hand halten kann. Die Die Sorge, unabsichtlich Bildschirmaktionen auszulösen, muss man – wie beim ebenfalls randgeplagten iPad Mini – keine haben.

Display: Hier können wir uns kurzfassen

Der 10-Zoll-Touchscreen im Surface-typischen 3:2-Format – Microsoft nennt ihn PixelSense-Display – hinterlässt einen äußerst positiven Eindruck. Die Anzeige ist hell genug, um auch bei Sonneneinstrahlung ausreichend Lesbarkeit zu garantieren.

 

Die hohe Auflösung von 1.800 x 1.200 Bildpunkten garantiert ein äußerst scharfen Bild. Selbst Texte in extrem kleinen Schriftgraden lassen sich mühelos lesen, sofern es einem die eigene Sehkraft erlaubt. Subjektiv fallen Farben und Kontrast sehr gut aus. Auch bei flächigen Darstellungen dunkler Inhalte zeigen sich keine Lichthöfe, die Ausleuchtung erfolgt absolut gleichmäßig. Kurzum: ein hochwertiges Display mit großzügigen Blickwinkeln, das aber – wie die meisten für den mobilen Einsatz gedachten Anzeigen – leider nicht entspiegelt ist.

Leistungswerte des Tablets

Steht zu Befürchten, dass sich der verbaute und alternativlose Intel Pentium 4415Y-Prozessor als Flaschenhals des Surface Go herausstellt? Hier lautet die Antwort: Es kommt darauf an! Braucht ihr einen Ersatz für euer Notebook, das auch rechenintensive Aufgaben, wie z.B. Videoschnitt meistert? Dann greift besser zur Surface Pro-Reihe. Bei der Nutzung als Tablet mit gelegentlichem Office-Modus reicht die Leistung des Surface Go hingegen locker aus.

 

Surfen im Netz, Video-Wiedergabe, Bildbearbeitung – all das geht mit unserem Testgerät mit 8 Gigabyte Arbeitsspeicher flüssig von der Hand und dürfte auch, mit leichten Abstrichen, für die Einstiegsversion mit vier Gigabyte RAM und eMMC statt SSD gelten. Hier dürfte sich eher der etwas knapp bemessene Speicherplatz als Schwachpunkt zeigen, zumal der Speicher zum Teil ja bereits vom Betriebssystem belegt ist. Lauffähige Spiele findet man für das Surface Go kaum, vor allem wenn es sich um Titel mit 3D-Grafik handelt. Die von Microsoft angekündigte Akkulaufzeit von neun Stunden Video-Wiedergabe im WLAN-Betrieb können wir hingegen im Test bestätigen.

Sollte man sich die Surface-Tastatur zulegen?

Das in zwei verschiedenen Positionen anbringbare Type Cover ist fast schon ein Pflichtkauf. Im zugeklappten Zustand schützt das Cover das Display vor Kratzern und anderen Beschädigungen. Aufgeklappt verfügt man über eine vollständige Tastatur, deren Tasten sogar beleuchtet werden, jedoch vergleichsweise klein ausfallen. Manche mögen damit klarkommen. Wir verweisen für das Verfassen langer Texte lieber auf die größeren Surface-Modelle.

 

Dennoch ist das Verfassen von E-Mails oder die Durchführung von Internet-Recherchen mit dem Type Cover deutlicher komfortabler, als mit der virtuellen Tastatur. Beim Surfen profitiert ihr zudem von dem präzise reagierendem Touchpad, das mit einem Durchmesser von 11 cm erstaunlich groß ausfällt.

 

Wie die meisten der aktuellen Tablets bietet auch das Surface Go zwei Lautsprecher. Microsoft platziert sie an passender Stelle, nämlich unauffällig am Displayrand. Von dort aus strahlen sie nach vorne gerichtet in Richtung des Nutzers. Die Maximallautstärke fällt nicht besonders hoch aus. Dafür vernimmt man trotz der räumlichen Nähe der Lautsprecher zueinander einen leichten Stereo-Effekt.

 

Der Sensor der Windows-Hello-Webcam auf der Vorderseite löst mit fünf Megapixeln auf und ermöglicht Videoaufnahmen in 1080p. Auf der Rückseite ist eine zweite Kamera verbaut, die mit acht Megapixeln auflöst. Sowohl die Aufnahmen der Frontkamera als auch die der Rückkamera gefallen, sofern ausreichend Umgebungslicht vorhanden ist. Viel mehr als gute Schnappschüsse erzielt man aber nicht, ein LED-Blitz fehlt leider.

Das ist uns an dem Tablet sonst noch aufgefallen

Auf dem Surface Go ist Microsoft Windows im S-Modus als Betriebssystem installiert. Dieses optimiert die Leistung, unterbindet jedoch die Installation von Programmen und Apps, die nicht aus dem Microsoft Store stammen. Man kann jedoch problemlos auf das herkömmliche Windows 10 umrüsten.

 

Da es sich um ein lüfterloses System handelt, verhält sich das Surface Go im Betrieb absolut lautlos. Trotz fehlender Lüfter, entwickelte das Gehäuse im Test keine kritischen Temperaturen.

Fazit

Das Surface Go positioniert sich in der Nische der 10-Zoll-Windows-Tablets, die nach dem geringen Erfolg des Surface 3 in Microsofts Produktpalette lange Zeit nicht bedient wurde. Diese Rolle füllt das Gerät sehr gut aus. Es ist mit seinen 520 Gramm angenehm leicht und dabei genauso hervorragend verarbeitet wie das Surface Pro und andere Geräte der Serie.

 

Produktdetails

 

Bewertung:
[Gesamt:1    Durchschnitt: 5/5]

 

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