Xiaomi Redmi 8 – Sehr gutes Low-Budget-Smartphone

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Vorteil Smartphone Solide Verarbeitung
Vorteil Smartphone Dual SIM mit 2x LTE
Vorteil Smartphone Sehr gute Akkulaufzeit
Vorteil Smartphone Beeindruckende
 4-fach-Kamera
Nachteil Play Store muss manuell
 hinzugefügt werden
Nachteil Leichte
Performanceschwächen

Bei diesem Smartphone-Hersteller geht es voran

Bei Xiaomi’s Tochtergesellschaft Redmi geht es genauso schnell voran wie beim Mutterunternehmen. Nach nur gut sieben Monaten steht ein Nachfolger des günstigen Redmi 7 bereit. Ob das Nachfolger-Smartphone das Erbe antreten kann und ob sich ein Upgrade lohnt, werden wir euch im folgenden Test beantworten.

Gehäuse – Ein Redmi-Smartphone mit Aura-Spiegel-Design

Das Redmi 8 verfügt über eine Kunststoffrückseite mit einem Aura-Spiegel-Design. Xiaomi bietet das Gerät derzeit in vier Farben an, auch wenn, wie Sie es von einem Budget-Smartphone erwarten können, keine davon IP-zertifiziert ist. Das Gehäuse unseres Test-Geräts macht angesichts seines Preises einen soliden Eindruck.

 

Auch die Lautstärkenwippe und der Einschaltknopf sind robust und sprechen angenehm auf die Berührung an. Das Redmi 8 hat auch eine recht dünne Einfassungen für ein Gerät dieser Preisklasse. In Zahlen ausgedrückt, hat das mit Corning Gorilla Glas 5 überzogene Display einen Bildschirm-Körper-Verhältnis von 82%. Kurz gesagt, das ist für ein so günstiges Smartphone äußerst zufriedenstellend. Das 188 g schwere und 9,4 mm dicke Gerät liegt dank seiner schmalen Form trotz des im Verhältnis relativ großen 6,22-Zoll-Displays gut in der Hand.

Anschlussmöglichkeiten – Redmi 8 mit 3,5 mm-Buchse

Das Xiaomi-Smartphone verfügt über eine Dual-SIM-Funktionalität, eine Benachrichtigungs-LED, ein FM-Radio und einen IR-Blaster sowie eine klassische 3,5-mm-Buchse. Das Redmi 8 unterstützt auch Miracast für das drahtlose Video-Streaming auf einen Miracast-fähigen externen Monitor. Unser Test-Gerät arbeitete in dieser Hinsicht perfekt mit unserem Sony Android TV zusammen.

 

Das Gerät verfügt über einen USB-Port Typ C zum Aufladen des 5.000 mAh-Akkus, wobei sich ersterer an der Unterseite des Geräts befindet. Der Anschluss unterstützt USB OTG, so dass Sie auch USB-Sticks und andere Peripheriegeräte anschließen können. Unser Test-Gerät verfügte über 64 GB eMMC-Flash-Speicher. Eine 32-GB-Version ist ebenfalls erhältlich, wobei beide Versionen bis zu 512-GB-microSD-Karten unterstützen. Das Smartphone kann zwar keine microSD-Karten als internen Speicher formatieren, unterstützt aber das exFAT-Dateisystem und verfügt über einen dedizierten microSD-Kartensteckplatz.

Software – MIUI 11 als Standard auf dem Redmi 8

Die Redmi 8 wird mit MIUI 11, Xiaomis kundenspezifischer Version von Android, ausgeliefert. Das Gerät läuft auf Basis von Android 9.0 Pie und verfügte zum Zeitpunkt der Tests über die Sicherheitspatches für Dezember 2019. Die für den internationalen Markt vorgesehene Version des Geräts hat Google-Dienste ab Werk installiert und unterstützt neben Chinesisch und Englisch mehrere Systemsprachen, darunter Deutsch. Obwohl das Gerät auch mit Netflix vorinstalliert ist, kann es jedoch keine DRM-geschützten Inhalte in HD streamen. Das liegt an seiner Widevine DRM Level 3-Zertifizierung, die es auf das Streaming von Netflix in SD beschränkt. Bitte beachten Sie, dass die chinesische Version von Redmi 8 nicht mit vorinstallierten Google-Services ausgeliefert wird. In der Praxis bedeutet dies, dass es nicht standardmäßig den Google Play Store und Gmail gibt, sondern die internen Äquivalente von Xiaomi vorinstalliert sind. Das Hinzufügen dieser Apps und Dienste ist jedoch recht einfach möglich. Drittverkäufer wie Trading Shenzhen bieten entsprechende Leitfäden an.

Kommunikation & GPS – Ein Redmi-Smartphone mit Bluetooth 4. 2

Xiaomi hat das Redmi 8 mit zwei Nano-SIM-Kartensteckplätzen und einem dedizierten microSD-Kartenleser ausgestattet. Beide SIM-Kartensteckplätze unterstützen auch LTE. Das Redmi 8 kann jedoch nur auf einige wenige LTE-Bänder zugreifen, wie es für ein Smartphone zu diesem Preis typisch ist. Konkret kann das Low-Budget-Gerät nur 10 LTE-Bänder nutzen, wobei das immer stärker genutzte Band 28 nicht berücksichtigt ist. Das Redmi 8 unterstützt auch Bluetooth 4. 2, allerdings fehlt ein NFC-Chip. Sein Wi-Fi-Modul beherrscht nur IEEE 802. 11b/g/n, wodurch das Gerät auf nur 2,4 GHz Wi-Fi-Netzwerke beschränkt ist. Dementsprechend erreichte unser Testgerät in unseren Wi-Fi-Tests nur etwa 50 bis 60 Mb/s. Die Übertragungsgeschwindigkeiten, die wir mit unserem Referenzrouter Netgear Nighthawk AX12 gemessen haben, sind zumindest konstant.

Display – Nur ein HD-IPS-Panel

Das Redmi 8 verfügt über ein 6,22-Zoll-IPS-LC-Display mit einem Seitenverhältnis von 19:9, das nativ mit einer Auflösung von 1520×720 arbeitet. Das Panel hat eine Pixeldichte von 270 PPI, was für den täglichen Gebrauch ausreichend ist, auch wenn das Bild dadurch nicht ganz so scharf ist. Die Anzeige ist jedoch vergleichsweise hell. Unser Test-Gerät erreichte eine maximale Helligkeit von 554 cd/m² auf einem rein weißen Hintergrund in der Mitte des Displays, was im Vergleich zu vergleichbaren Produkten ein sehr guter Wert ist. Übrigens, APL50, ein realistischerer Test, der die Helligkeit durch gleichmäßige Verteilung heller und dunkler Bereiche über die Displays misst, verzeichnete eine Spitzenhelligkeit von 528 cd/m². Es ist zu beachten, dass dies nur gilt, wenn die Anzeige auf automatische Helligkeit eingestellt ist. Beim Umschalten auf manuelle Helligkeit sinkt die Spitzenhelligkeit des Displays auf 452 cd/m².

 

Das IPS-Panel erreichte in unseren Tests auch einen sehr guten Schwarzwert von 0,24 cd/m². Dementsprechend hat das Panel ein hohes Kontrastverhältnis, das wir mit 2. 308:1 gemessen haben. Auch die APL50 spiegelte diese Werte wider. Wir haben auch ein Fotospektrometer und die CalMAN-Software verwendet, um die Farbgenauigkeit der Anzeige zu beurteilen. Diese verzeichneten eine Farbabweichung von den DeltaE-Referenzfarben von 2,6 und eine Graustufenabweichung von 2,9. Diese sind für ein Gerät zu diesem Preis vergleichsweise gering, während die Farbtemperatur mit 6. 814 K unserem Ideal von 6. 500 K nahe kommt.

 

Die Redmi 8 hinterlässt auch im Freien einen zufriedenstellenden Eindruck. Sein helles und kontrastreiches Panel sorgt dafür, dass die Inhalte auch im Freien bei winterlichen Bedingungen lesbar bleiben. Reflexionen durch direkte Sonneneinstrahlung im Sommer werden die Anzeige wahrscheinlich etwas verdunkeln. Das IPS-Panel hat auch stabile Betrachtungswinkel, wobei es bei normalen Betrachtungswinkeln keine Probleme mit der Farbgenauigkeit gibt. Bei spitzen Betrachtungswinkeln gibt es jedoch einen gewissen Helligkeitsabfall.

4-fach Kamera

Die das absolute Highlight des neuen Redmi Note Smartphones stellt die Kamera dar. Xiaomi hat die Anzahl der Sensoren auf der Hinterseite schlicht und einfach verdoppelt, statt zwei erhält man eben mal vier Sensoren. Der Hauptsensor ist der gleiche 48-Megapixel-Samsung GM-1-Sensor mit einem ƒ/1. 79 Blende, welcher im Vorgängermodell verwendet wurde. Die Kameras sorgen für sehr viele Details und eine hohe Schärfe. Hinsichtlich der Schärfe und dem Fokus kann es sich auch mit dem iPhone 11 messen, wobei Apples Farbprofil hier noch mal etwas natürlicher ist.

Leistung – Qualcomm Snapdragon 439 mit 4 GB RAM

Die Nutzung von Apps wie Facebook oder Twitter sind für den Snapdragon 439 im Redmi 8 kein Problem. Das Qualcomm SoC 2018 verfügt über acht Cortex-A53-Kerne, die bis zu 1,95 GHz takten können. Das SoC integriert auch eine Qualcomm Adreno 505-GPU, die moderne APIs wie Vulkan, OpenGL ES 3. 1, OpenCL 2. 0 und Direct3D 12 unterstützt. Das UI läuft trotz der geringen Pixeldichte des Displays leider nicht immer flüssig. Die begrenzte Leistung des Geräts zeigt sich beim Multitasking und beim Laden von Spielen, wobei hier lange Wartezeiten die Regel sind. Bei synthetischen Benchmarks entsprechen der Qualcomm-Chipsatz und 4 GB RAM unseren Android-Vergleichsgeräten, obwohl sich der Exynos 7884 im Samsung Galaxy A20e als etwas leistungsfähiger als der Snapdragon 439 erweist.

 

Mittlerweile liegt der Adreno 505 bei den GPU-Benchmarks mehr oder weniger auf Augenhöhe mit der Konkurrenz, allerdings nur mit dem ARM Mali-G71 MP2 und dem PowerVR GE8320. Die Browser-Benchmarks zeigen ein ähnliches Bild wie die synthetischen CPU- und GPU-Benchmarks, insofern der Redmi 8 hinter dem Galaxy A20e zurückbleibt. Unser Testgerät lädt Websites etwas langsam, auch das Scrollen läuft nicht immer reibungslos, wenn das System komplexe Inhalte wiedergibt. Insgesamt bietet das Redmi 8 zu diesem Preis ein „normales“; Surf-Erlebnis für ein Smartphone. Der geräteinterne eMMC-Speicher ist gleichwertig mit unseren Vergleichsgeräten. Während die sequentiellen Übertragungsgeschwindigkeiten und die 4-KB-Zufallslesegeschwindigkeiten besser sind als die der meisten seiner Konkurrenten, hat das Gerät aus irgendeinem Grund mit 4-KB-Schreibgeschwindigkeiten zu kämpfen. Das Gerät verfügt auch über einen zufriedenstellend schnellen microSD-Kartenleser, den wir mit unserer Toshiba Exceria Pro M501-Referenzkarte getestet haben.

Akkulaufzeit

Dank energiesparender Hardware und einem riesigen 5. 000-mAh-Akku kann das Redmi 8 seine Konkurrenten ausstechen. In unserem Wi-Fi-Batterietest, den wir durch die Einstellung des Displays auf ca. 150 cd/m² durchgeführt haben, hielt unsere Test-Gerät beeindruckende 19:17 Stunden durch. Die Redmi 8 schaffte auch unter Last eine starke Laufzeit von 5:08 Stunden. Das Gerät scheint jedoch nicht so gut optimiert zu sein wie das Redmi 8A. Während das Redmi 8 einen deutlich geringeren Stromverbrauch hat, hielt das Redmi 8A in unseren H. 264-Loop-Video- und Dauerlasttests wesentlich länger durch. Insgesamt war die Redmi 8A auch an der Grenze zur Redmi 8.

Fazit – Das Xiaomi Redmi 8 setzt neue Maßstäbe für Low-Budget-Smartphones

Das Redmi 8, das auf dem Papier dem Redmi 8A sehr ähnlich ist, erweist sich im Vergleich zu seinem Schwesterprodukt als deutlich verbessert, auch wenn die beiden Geräte fast identisch aussehen. Das Redmi 8 hat nicht nur verbesserte Kameras, sondern auch mehr Schnittstellen und eine spürbar optimierte Anzeige. Kurz gesagt, Xiaomi’s neuestes Redmi-Smartphone setzt neue Maßstäbe für Smartphones unter 120 Euro, vor allem weil es keine gravierenden Schwächen hat. Angesichts des niedrigen Preises hat Xiaomi natürlich einige Kompromisse machen müssen. Das Redmi 8 ist und bleibt ein Smartphone der Einstiegsklasse. Dementsprechend hat Xiaomi das Gerät mit einem schwachen SoC, einem niedrig auflösenden Display, eMMC-Flash-Speicher und einem langsamen Wi-Fi-Modul ausgestattet.

 

Produktdetails

 

Bewertung:
[Gesamt: 1   Durchschnitt:  5/5]

 

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